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Buchempfehlung für Oktober 2017

DAZWISCHEN:  ICH

Autorin: Rabinowich, Julya

Inhalt:

Das Los der 15-jährigen Madina teilen viele Flüchtlingskinder: Sie alle sind Brückenbauer zwischen ihren Familien und dem neuen Leben in der westlichen Welt. Nach einer beschwerlichen Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat ist Madina endlich angekommen, in einem Land, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. Und so ist es an Madina, Mittlerin zu sein zwischen ihrer Familie im Flüchtlingsheim und dem unbekannten Leben außerhalb. Sie nimmt das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde Heimat bedeutet. Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden in Zeiten von Krieg und Verfolgung – authentisch erzählt.

Meine Meinung:

Es ist mein erster Roman von RABINOWICH und auch das Genre  war für mich neu. Ja, es ist ein Jugendroman über die Ängste und den seltenen Freuden eines pubertierenden 15 jährigen Mädchen, aus einem fremden Kulturkreis. Die Autorin wählte eine Art Tagebuchreportage – unterbrochen durch eine fiktive Traumwelt. Die Protagonistin Madina vertraut ihrem Tagebuch das Erlebte, ihre Ängste, Freuden und ihre Sehnsüchte an. Durch diese Form der Erzählung wirkt der Roman authentisch, fast wie von einem wirklichen Tagebuch eines Flüchtlingsmädchens abgeschrieben. Rabinowich hat aber sicherlich umfangreich recherchiert, das Ergebnis in schöne Sätze verpackt und mit Gefühl angereichert. Obwohl ich Asylwerber beim Erlernen der Deutschen Sprache unterstütze und versuche ihnen auch unsere Kultur zu vermitteln, waren mir bis jetzt die Dogmen des islamischen Kulturraumes nicht in seiner Tiefe aufgefallen. Ich habe es vorwiegend mit männlichen Asylwerbern  zu tun. Daher hat mich der Einblick in die Gefühlswelt eines 15 jährigen Mädchen aus einem fremden Kulturkreis tief bewegt. Die übertriebene Schamhaftigkeit – eine gewisse ist bei pubertierenden Mädchen normal – und die Verleugnung des eigenen Körpers ist offensichtlich dem Islam geschuldet. Auch die überhöhte Stellung des Mannes und ihr im Besonderen des „Sohnemannes“ kommt in diesen Roman deutlich zum Ausdruck. Diese Erhöhung fordert vom Mann Verantwortung, welcher er nicht gewachsen sein kann.

Fazit:

Obwohl es ein Buch für Mädchen ist, soll es im Besonderen von „Muttersöhnen“ gelesen werden. Außerdem hilft der Roman, Jugendliche und fremde Kulturen zu verstehen.

Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Julya_Rabinowich